FALLSTUDIE SATURNIA

FALLSTUDIE SATURNIA

SATURNIA UND SACMI: EINE PARTNERSCHAFT, DIE DIE ZUKUNFT DER ITALIENISCHEN GESCHIRRPRODUKTION FORMT

Von der isostatischen Pressung bis zur digitalen Dekoration: ein Weg kontinuierlicher Innovation, der das Unternehmen zu einem Modell für Effizienz, Qualität und Nachhaltigkeit in der professionellen Porzellanproduktion macht.

Seit mehr als fünfzig Jahren hat das im Herzen des Keramikdistrikts von Civita Castellana tätige Unternehmen Porcellane Saturnia seine europäische Führungsposition in der Produktion professionellen Geschirrs auf der Grundlage einer klaren Strategie aufgebaut: kontinuierliche Investitionen in die jeweils fortschrittlichsten am Markt verfügbaren Technologien sowie die Zusammenarbeit mit Partnern, die ein langfristiges Wachstum begleiten können. SACMI ist dabei der wichtigste strategische Partner. Beide Unternehmen verbindet eine jahrzehntelange Zusammenarbeit, getragen von Innovation und einer gemeinsamen Vision für die Zukunft der italienischen Geschirrproduktion.

Von den ersten isostatischen Pressen, die bereits seit den neunziger Jahren in Produktion sind, über neue Linien zur Herstellung komplexer Artikel bis hin zur Einführung der digitalen Dekoration – deren Vorreiter im italienischen Markt Saturnia war – markierte jede im Werk Corchiano installierte Lösung einen neuen Meilenstein in Bezug auf Flexibilität, Qualität und Produktivität.
Die stetige Aufmerksamkeit für die technischen und ästhetischen Eigenschaften der Produkte hat sich bei Saturnia in einer klaren industriellen Strategie niedergeschlagen. Diese Strategie begleitete alle Entwicklungsschritte der Technologien zur Formgebung, Dekoration und zum Brand von Geschirr und richtete dabei ein besonderes Augenmerk auf die Effizienz der Produktionsanlagen und auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Isostatische Presstechnologie, die "grüne" Revolution

Mit insgesamt 12 installierten isostatischen Pressen – von den ersten LPP-Modellen mit Einzel- und Doppelkopf bis hin zu den PHO 451 der neuesten Generation – setzt Saturnia auf die Technologie der isostatischen Presstechnologie von SAMA-SACMI. Ausschlaggebend hierfür sind die überlegene Qualität und die Flexibilität bei der Steuerung unterschiedlichster Produktionsarten, insbesondere die Möglichkeit, die Herstellung komplexer Artikel wie unregelmäßiger oder unrunder Formen auf höchstem Qualitäts- und Effizienzniveau zu realisieren. 
Ein Wendepunkt war das Jahr 2017, als Saturnia zu den ersten Unternehmen auf dem Markt gehörte, die die neuen Modelle der isostatischen Presse der „Green Series“ von SAMA einsetzten. Diese zeichnen sich durch einen um mehr als 30 % reduzierten Energieverbrauch gegenüber der vorherigen Generation sowie einen geringeren Kühlwasserbedarf aus und bieten gleichzeitig nochmals gesteigerte Leistungen bei der Verarbeitung spezieller Formen – runde, ovale, rechteckige oder quadratische Artikel mit einem Durchmesser von bis zu 400 mm.

Isostatische Presstechnologie, die

Alle neu installierten Anlagen – zuletzt noch 2025 mit einer weiteren PHO451 „GREEN“ von SAMA – sind mit der universellen Finiermaschine OFM-8-38 ausgestattet. Sie ist die vielseitigste Maschine der von SAMA angebotenen Baureihe und für die Trockenbearbeitung unterschiedlichster Artikel konzipiert: runde oder polygonale, quadratische oder rechteckige, flache oder tiefe Formen ebenso wie Artikel mit unregelmäßigem oder asymmetrischem Rand. Ein wesentlicher Vorteil der OFM liegt in der einfachen Umstellung zwischen verschiedenen Produkten. Möglich wird dies durch ein automatisiertes System zur Konturerkennung, das keinen Eingriff durch den Bediener erfordert.

Pionier der digitalen Dekoration

Die Erschließung neuer technologischer Möglichkeiten und Marktchancen durch Innovation bildet eine gemeinsame Leitlinie von SACMI und Saturnia. In diesem Zusammenhang führte Saturnia im 2017 die digitale Inline-Dekoration ein und installierte den ersten digitalen DHD-Drucker von SACMI. Mit bis zu acht Farbbalken und automatischer Zentrierung des Artikels ermöglicht diese im Fliesenbereich bereits etablierte Technologie das Aufbringen individueller Dekore direkt auf die rohe Glasur. Bei Saturnia dient sie heute vor allem zur Dekoration großformatiger flacher Teller, beispielsweise von Pizzatellern.

Als erste Anwendung dieser Art im Bereich Tafelgeschirr ersetzt diese Technologie die klassische Abziehbilddekoration sowie den dritten Brand. Dadurch werden Produktionszeiten und Kosten reduziert und gleichzeitig Chancen für die Just-in-Time-Dekoration geschaffen. Zugleich eröffnet sie nahezu unbegrenzte Freiräume für die Personalisierung und unterstützt damit die kreative Gestaltung sowie die Markenstrategien der Kunden. Diese Entwicklung ging mit der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells von Saturnia einher, da es nun möglich ist, in kürzester Zeit Dekormuster anzufertigen und den Kunden somit schneller maßgeschneiderte Produkte anzubieten.

EINE SAUBERE FABRIK

Seit den frühen 2000er-Jahren betreibt Saturnia Rollenöfen für glasierte Ware von SACMI Forni. Dies entspricht der Unternehmensstrategie, die Produktionsvolumina in allen Phasen zu steigern und zugleich die Marktpräsenz zu erweitern. 
Zu den jüngsten Herausforderungen gehört – auch im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der Branchenvorschriften – die Installation eines Luftfiltersystems der neuesten Generation, das die Staubbelastung in der Arbeitsumgebung vollständig beseitigen soll. 
Das Herzstück der Anlage bildet ein moderner Schlauchfilter mit einer Leistung von 20.000 m³/h zur Absaugung der Stäube aus den zehn Pressen von SAMA sowie aus vier Sprühpulversilos. Die neue Anlage, die 2025 in Betrieb genommen wurde und die bisherige Anlage vollständig ersetzt, reduziert den Staub in der Abteilung und am Schornstein drastisch, sorgt für ein gesünderes Arbeitsumfeld und hält die europäischen Grenzwerte für kristalline Kieselsäure ein.

EINE SAUBERE FABRIK

Qualität, Effizienz, Nachhaltigkeit für die Zukunft der italienischen Geschirrproduktion

Die technologische Entwicklung der letzten Jahre bestätigt die Strategie von Saturnia, die auf Produktqualität, Prozesseffizienz sowie sozialer und ökologischer Verantwortung beruht. 
Die zukünftigen Entwicklungslinien sind bereits klar definiert: der Ausbau der Digitalisierung, weitere Investitionen in „grüne“ Technologien, die Erweiterung der Produktionskapazität sowie eine zunehmende Ausrichtung auf Personalisierung und eine Verkürzung der Time-to-Market. Diese Ziele werden es Saturnia ermöglichen, proaktiv auf die neuen Anforderungen des Ho.Re.Ca.-Sektors zu reagieren und zugleich die hohen ästhetischen und funktionalen Standards zu bewahren, die Porzellan „Made in Italy“ auszeichnen.
In diesem Kontext bestätigt sich die industrielle Partnerschaft mit SACMI als ein entscheidender Faktor, der Strategie und Vision in konkrete Lösungen überführt und dazu beiträgt, die Zukunft der italienischen und europäischen Geschirrproduktion weiter zu gestalten.

Qualität, Effizienz, Nachhaltigkeit für die Zukunft der italienischen Geschirrproduktion

Interview mit Luca Brunelli, Präsident von Saturnia

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